Monatsarchiv: September 2010

Dirk Manthey startet Zeitschrift für gesunde Ernährung

Dirk Manthey startet Zeitschrift für gesunde Ernährung

Hamburg (ots) – Der ehemalige Milchstrasse-Verleger Dirk Manthey, der Anfang 2010 die Internet-Food-Plattform ‘EatSmarter.de’ gegründet hat, überträgt das Konzept jetzt auch auf den Printmarkt. Das berichtet das Hamburger Medienmagazin ‘new business’ (www.new-business.de).

Am 29. September 2010 erscheint die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift ‘EatSmarter’ mit einer Druckauflage von 300.000 Exemplaren. Ab Januar 2011 soll der Titel vierteljährlich produziert werden. Die Anzeigenvermarktung übernimmt der Spiegel-Verlag, der bereits die Website EatSmarter.de betreut. Die erste Print-Ausgabe hat über 150 Seiten Umfang und besteht inhaltlich zu einem Drittel aus Ernährungsnews und zu zwei Drittel aus Rezepten.

www.new-business.de

Allergieschutz beginnt im Herbst

Die langfristige, vorbeugende Behandlung soll nicht in der Pollensaison starten

Baierbrunn (ots) – Wer seinen Heuschnupfen mit der “Spezifischen Immuntherapie” (SIT, auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt) in den Griff bekommen will, soll damit nicht während der Pollensaison beginnen. “Das würde den Körper zusätzlich belasten und das Risiko einer allergischen Reaktion erhöhen”, sagt Dr. Julia Kroth von der Klinik für Dermatologie an der Universität München in der “Apotheken Umschau”. Ein idealer Zeitpunkt, um mit der Behandlung zu starten, ist der Herbst. Bei der SIT bekommt der Patient im Abstand mehrerer Wochen bis zu drei Jahre lang den allergieauslösenden Stoff in steigender Dosierung gespritzt, so dass sich sein Körper daran gewöhnt und ihn schließlich toleriert. Die Therapie wird mittlerweile auch mit Tabletten, die unter die Zunge gelegt werden, durchgeführt.Ausführliche Informationen zum Thema Allergien unter www.apotheken-umschau.de/Allergie

Das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” 9/2010 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

www.wortundbildverlag.de
www.apotheken-umschau.de

Cannabis und Co: Vom Suchtmittel zum Medikament

Wissenschaft beginnt, Wirkung illegaler Drogen gezielt zu erforschen
Cannabis rückt ins Blickfeld der Wissenschaft (Foto: Kokopelli/pixelio.de)

Oxford/London (pte/03.09.2010/10:30) -

Fast 40 Jahre lang hat sich die Wissenschaft gescheut, die therapeutischen Möglichkeiten illegaler Drogen wie Cannabis oder LSD gezielt zu erforschen. Nun haben neue Erkenntnisse aus Tierversuchen und Fortschritte bei Verfahren zur Darstellung von Vorgängen im Gehirn neue Projekte entstehen lassen. Die Folge könnte sein, dass die Regierungen aufgefordert werden, Finanzierung und Spielregeln für derartige Studien neu zu überdenken, schreibt NewScientist.

Ignoranz und falsches Tabu

“Die bestehende Klassifizierung von LSD war ein Fehler der aus Ignoranz und falschem Tabu heraus gemacht wurde”, betont zum Beispiel Amanda Feilding, die Direktorin der Beckley Foundation http://www.beckleyfoundation.org. Diese Entscheidungen seien politisch und nicht wissenschaftlich getroffen worden, betont auch der Psychiater Michael Mithoefer.

Trotz vieler Hürden laufen derzeit in Amerika und der Schweiz einige Studien, die das Potenzial von LSD und des in Pilzen enthaltenen Psilocybin zur Behandlung von nicht heilbaren Krebserkrankungen untersuchen. Diese Substanzen sollten den Patienten gegen Angstgefühle und Depressionen helfen.

Feilding arbeitet gemeinsam mit David Nutt vom Imperial College London http://www3.imperial.ac.uk an der ersten Studie über psychodelische Drogen, die seit 40 Jahren durchgeführt wird. Unter anderem wird untersucht, inwieweit Psilocybin helfen kann, Erinnerungen wieder zu aktivieren. Diese Aktivierung könnte bei einer Psychotherapie nach einem Trauma von großer Bedeutung sein.

Psilocybin im Einsatz gegen Nikotinsucht

Eine Studie an der Johns Hopkins University http://www.jhu.edu hat erste positive Ergebnisse beim Einsatz von Psilocybin als Unterstützung einer Psychotherapie zur Behandlung von Nikotinsucht erbracht. An der Medizinischen Hochschule Hannover http://www.mh-hannover.de wird derzeit untersucht, ob Bromo-LSD, eine nicht psychoaktive Form des Medikaments, zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen eingesetzt werden kann.

Bei Cannabis ist bereits bekannt, dass es die Symptome einer Multiplen Sklerose lindern kann. In Kanada wurde vor kurzem mit Sativex ein entsprechendes Medikament zugelassen. Vor wenigen Tagen wurden die erste Studie publiziert, deren Ergebnisse nahelegen, dass das Rauchen von Cannabis auch neuropathische Schmerzen verringern kann, die durch Schädigungen des Nervensystems entstanden sind.

Wissenschaftler der McGill University verabreichten Patienten mit chronischen Schmerzen verschiedene Mengen Cannabis oder ein Blindpräparat. Die Patienten hatten allgemein weniger Schmerzen und schliefen mit der höchsten Dosierung besser. Details dieser Studie wurden im Canadian Medical Association Journal http://www.cmaj.ca veröffentlicht .

(pressetext austria)

Chronische Schlafprobleme sind Warnsignale

Expertin: “Falsche Gewohnheiten oder Krankheit können Ursache sein”
Müde am Tag: Wer nachts nicht schlafen kann, sollte die Ursache suchen(Foto: aboutpixel.de/Gastmann)

London/Berlin (pte/03.09.2010/06:10) -

Viele Menschen kämpfen lange mit dem Einschlafen, wachen nachts häufig oder morgens zu früh auf. Warum dies so ist, hat die Medizin bis heute noch immer nicht vollständig geklärt. Die britische Vereinigung der Psychopharmakologen http://www.bap.org.uk hat den Stand der Forschung zusammengefasst und gibt im “Journal of Psychopharmacology” einen aktualisierten Überblick über die Behandlung bei chronischer Schlaflosigkeit. Der Grundtenor der Forscher ist, dass die Reaktion an die jeweilige Situation angepasst sein muss.

Zuerst den Lebensstil überprüfen

Denn meistens hat schlechter Schlaf über Wochen hinweg konkrete Gründe. Tatjana Crönlein, Leiterin der Arbeitsgruppe Insomnie bei der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin http://www.dgsm.de, rät im Fall des Falles zuerst einen Blick auf die eigene Schlafhygiene zu werfen. Die Umstellung oder Neueinnahme von Medikamenten kann ebenso das Durchschlafen erschweren wie zu lange Bettzeiten oder ungewolltes Einnicken am Abend. “Häufig ist auch unbewusster Stress im Spiel, etwa bei neuen Anforderungen im Beruf oder Familienproblemen”, so die Expertin gegenüber pressetext.

Trifft das alles nicht zu, so rät Crönlein in jedem Fall eine medizinische Abklärung noch vor Beginn jeglicher Therapie. “Ständige Schlafprobleme können Warnzeichen des Körpers sein, dass etwas nicht stimmt. Dahinter steckt manchmal eine schlafbezogene Atemstörung oder eine andere internistische Erkrankung.” Wichtig sei auch zu prüfen, ob sich Antrieb und Stimmung generell verändern. “Schlafprobleme können auch eine beginnende Depression anzeigen”, so die Schlafforscherin. Erste Ansprechperson ist der Hausarzt, Schlafuntersuchungen gibt es mittlerweile auch in mobiler Form.

Früher Tod und mehr Depressionen

Doch auch wenn eine Krankheit ausgeschlossen wird, sollte man auf das Körpersignal reagieren. Denn immer neue Folgen von zu wenig Schlaf werden bekannt, berichtet die Fachzeitschrift “Sleep”. Bei Jugendlichen wächst etwa mit jeder fehlenden Schlafstunde das Risiko für Depressionen und Angstzustände um ein Siebtel. “Wer schon psychische Probleme hat, verschlechtert seinen Zustand damit noch weiter”, so Studienautor Nick Glozier von der Universität Sydney http://www.usyd.edu.au. Untersucht wurden dazu 21.000 Jugendliche.

Daneben beansprucht Schlafmangel auch den Körper. Forscher vom Penn State College of Medicine http://pennstatehershey.org wiesen ein viermal höheres Sterberisiko innerhalb von 14 Jahren nach – und zwar bei Männern mittleren Alters, die ständig weniger als sechs Stunden schliefen. Zudem stieg die Häufigkeit von hohem Blutdruck und Diabetes Typ 2. Störfaktoren wie der Body-Mass-Index, Rauchen, Alkohol, Depressionen und Schlafapnoe wurden dabei herausgefiltert. Andere Studien berichten allerdings auch von erhöhter Sterblichkeit bei zuviel Schlaf.

Mädchen essen fetter

Frauen reagieren auf ständigen Schlafmangel und Schlafstörungen scheinbar anders. Mädchen im Teenager-Alter ernähren sich etwa schlechter, wenn sie während der Woche wenig schlafen. Das erhob ein Team um Susan Redline vom Brigham and Women’s Hospital http://www.brighamandwomens.org . Je weniger Schlaf, desto mehr Kalorien bezog diese Gruppe aus Fetten und desto weniger von Kohlehydraten, zudem wuchs der Heißhunger auf Kalorien zwischen den Hauptmahlzeiten. Die Forscher bezeichnen guten Schlaf daher auch als wichtig für die Prävention von Übergewicht.

“All diesen Studien zeigen an, wie wichtig gesunder Schlaf ist und wie wichtig es ist, Schlaf weiterhin zu erforschen”, kommentiert Crönlein. Schlechter Schlaf führe allerdings nicht generell zu früherem Ableben, Dicksein oder psychischen Störungen. “Im Falle des Falles sollten Schlafstörungen ernst genommen werden, jedoch nicht zu Panik führen”, rät die deutsche Schlafexpertin.

(pressetext deutschland)